Private Krankenversicherung
» Nur Personen
mit einem Jahresbruttoeinkommen (einschließlich Weihnachts- und Urlaubsgeld) von mehr als 46.350
Euro (Beitragsbemessungsgrenze gültig für 2004) dürfen zu einem privaten Krankenversicherer
wechseln.
» Freiberufler und Selbständige haben die freie Wahl, ob sie
sich privat oder gesetzlich versichern wollen.
» Möchten Sie wissen, wie sich die Vorteile und Nachteile
in der Privaten Krankenversicherung konkret in Ihrem Fall auswirken?
» Beitragsentwicklung (in der Vergangenheit)?
» Leistungsentwicklung ?
» Kinder ?
» Welche Krankenversicherung bietet die Leistungen an, die mir
wichtig sind?
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GKV oder PKV – welche Versicherung leistet was?
Vor- und Nachteile von GKV und PKV - Direktvergleich
Quelle: Börse am Sonntag - Infoservice
Mehr als acht Millionen Bundesbürger sind privat krankenversichert, weitere sieben Millionen werten ihre gesetzlichen Versicherungen durch Zusatz-Policen auf. Welche Vorteile bietet eine private Krankenversicherung und wie kann man wechseln?
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) könnte eigentlich zufrieden sein, zeigt die allenthalben kritisierte Gesundheitsreform doch offenbar Wirkung - im ersten Quartal 2004 haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einen Überschuss von einer Milliarde Euro erwirtschaftet. Statt das Geld aber wie angedacht, an die Versicherten in Form von Beitragssenkungen weiterzugeben, wollen die Kassen den Profit lieber zur Tilgung ihrer Schulden einsetzen. Das Verhalten der Kassen ärgert Ulla Schmidt, denn der Schuldenabbau sei im Gesetz "eindeutig geregelt" und genieße keine Priorität.Den Beitragszahlern empfiehlt die Ministerin indirekt, ihre gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, wenn diese die Beiträge nicht senkt.
Steigende Mitgliederzahlen in der Privaten Krankenversicherung
Angesichts der Zustände im gesetzlichen Gesundheitswesen dürften die Mitglieder der privaten Krankenversicherungen erleichtert aufatmen. Bei ihnen ist nie die Rede von Leistungskürzung, wenngleich mittlerweile auch die privaten Versicherer genauer hinsehen und auch schon mal den einen oder anderen OP-Bericht zur Prüfung anfordern. Im Vergleich zum gewöhnlichen Kassenpatienten fühlen sich privat Versicherte hier zu Lande aber immer noch wie "Gott in Frankreich". Insgesamt waren Ende 2003 8,110 Millionen Bundesbürger privat vollversichert, ein Plus von 186.800 Personen gegenüber 2002.
Eine besonders hohe Nachfrage registrierte die PKV bei Zusatzversicherungen, ein Zeichen, dass viele Bürger die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen als unzureichend empfinden. Der Bestand an Zusatz-Policen wuchs im Jahresvergleich um 200.000 auf rund 7,9 Millionen.
Welche Versicherung für wen?
Viele gesetzlich Krankenversicherte würden lieber heute als morgen in eine private Krankenvollversicherung wechseln, erfüllen aber nicht die dafür nötigen Anforderungen.
Prinzipiell gilt, dass sich alle Angestellten und Arbeiter in einer gesetzlichen Krankenkasse krankenversichern müssen. Personen mit einem Jahresbrutto-einkommen (einschließlich Weihnachts- und Urlaubsgeld) von mehr als 46.350 Euro (Beitragsbemessungsgrenze gültig für 2004) dürfen jedoch zu einem privaten Krankenversicherer wechseln.
Freiberufler und Selbst ständige haben die freie Wahl (ohne Einkommens beschränkung), ob sie sich privat oder gesetzlich versichern wollen.
Fazit
Den Reformbemühungen im gesetzlichen Krankenversicherungswesen – vor allem aber den Plänen für eine (die PKV in ihrer Existenz bedrohenden) Bürgerversicherung – begegnet die PKV mit verstärkten Bemühungen zur Öffnung. Konkret soll jeder freiwillig in der GKV Versicherte bis zum 55. Lebensjahr jederzeit ohne Risikoprüfung in einen Basisschutz der PKV wechseln können. Vorerkrankungen, die bisher die Beitragsprämien in der PKV verteuerten, bleiben unberücksichtigt. Wie der Vorsitzende der PKV, Reinhold Schulte, anlässlich der Jahrestagung sagte, begegne die PKV mit der Neuerung auch der Kritik, sie akzeptiere nur Gesunde und schiebe Kranke und Risikogruppen auf die gesetzlichen Versicherer und damit auf die Allgemeinheit ab.